Wie verhindere ich ein Wiedereinschalten für eine definierte Zeit nach dem Abschalten?
Wie verhindere ich ein Wiedereinschalten für eine definierte Zeit nach dem Abschalten?
Eine Wiedereinschaltsperre stellt sicher, dass eine Last nach dem Abschalten für eine definierte Zeit nicht erneut eingeschaltet werden kann, auch wenn weitere Impulse anliegen. Typische Anwendungen sind der Schutz von Geräten, die Begrenzung der Schalthäufigkeit oder das Erzwingen von Stillstandszeiten. Diese Funktion lässt sich einfach mit zwei Zeitrelais umsetzen, ohne spezielle Sonderfunktionen.
Beispiel mit 2× CIM1/UC24240 V
Anforderung
- Ein Impuls schaltet die Last ein.
- Die Last soll 15 min eingeschaltet bleiben.
- Danach soll der Eingang für 2 h gesperrt sein.
Einstellung der Zeitrelais
Relais 1 (R1): CIM1/UC24–240 V
Funktion: Ausschaltverzögerung (A)
Zeit: 15 min
Relais 2 (R2): CIM1/UC24–240 V
Funktion: Ausschaltwischend (N)
Zeit: 2 h
Funktionsweise
Erhält das Zeitrelais R1 an Eingang B1 einen Impuls, schließt sein Kontakt 15/18 und startet die Ausschaltverzögerung (A).
Die Last wird eingeschaltet und bleibt 15 min aktiv.
Gleichzeitig wird über den geschlossenen Kontakt von R1 ein Dauersignal auf den Eingang B1 des zweiten Zeitrelais R2 geführt.
Nach Ablauf der 15 min öffnet der Kontakt 15/18 von R1 wieder.
Diese abfallende Flanke triggert bei R2 die Funktion Ausschaltwischend (N).
Der Öffnerkontakt von R2 unterbricht nun für 2 h die Versorgung von R1.
Während dieser Zeit ist R1 gesperrt und kann nicht erneut schalten.
Eingehende Impulse haben keine Wirkung.
Nach Ablauf der 2 h schließt der Kontakt von R2 wieder.
R1 wird freigegeben und die Anlage ist bereit für den nächsten Zyklus.

